04.04.2012
Was kommt nach dem EEG?
Unter der Überschrift "Kostensenkung und Marktintegration" hat der Bundestag nahezu alle umstrittenen Änderungen bei der Vergütung für Strom aus Photovoltaikanlagen beschlossen. Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) hat sich im Vorfeld und auch während der Diskussion zu der Novelle intensiv für eine sachgerechte Novelle eingesetzt, leider mit nur geringem Erfolg. Der Vorstand unserer Genossenschaft, Matthias Hüttmann, hat sich in seiner Funktion als Vizepräsident der DGS stets für eine weniger drastische Novelle ausgesprochen.
Leider wurde jedoch der Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und FDP nur in wenigen Punkten verbessert. Insbesondere den sinkenden Zielkorridor ist hier als kontraproduktiv für das Gelingen der Energiewende zu werten. Die weitere Absenkung der vergütungsfähigen Menge von Solarstrom bei Kleinanlagen bis 10 kW auf 80% wird als kritisch eingeschätzt. Die Chance der Einführung eines Speicherbonus wurde vertan. Die Auswirkungen der EEG-Anpassung für die Energiewende und den Wirtschaftsstandort Deutschland sind momentan noch schwer abzuschätzen. Die vorgenommenen Änderungen am EEG tendieren weg vom Solidarprinzip, bei dem alle Stromverbraucher die Mehrkosten der EE tragen. Die Energiewende als großes gemeinschaftliches Projekt, Stichwort "Generationenvertrag" droht zu scheitern.
Noch kann man die Auswirkungen der aktuell geplanten EEG-Novelle auf die VR Bürgersolar Fürth eG nicht abschätzen. Wir werden Sie diesbezüglich wie gewohnt per Mail wie auch auf unserer Website laufend informieren. Auch haben wir uns nicht davon abhalten lassen weiter mit der Planung eines fünften Projekts fortzufahren.
29.02.2012
Wer bestimmt die Richtlinien der Politik
Das Bundeskabinett entscheidet heute über weitere Einschnitte bei der Solarförderung. Mit der geplanten EEG-Anpassung droht zum dritten März ein einschneidende Rückschlag für die Energiewende und den Wirtschaftsstandort Deutschland.
Anbei eine Karikatur zu dem Thema, mit freundlicher Genehmigung vom Solarenergie-Förderverein Deutschland (zum vergrößern anklicken).
24.02.2012
Solarstrom wird radikal abgewürgt

Die Vorstände der VR Bürgersolar Fürth sind aktive Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS). Aus gegebenen Anlass veröffentlichen wir die DGS-Stellungnahme zur EEG-Anpassung vom 23.02.2012.
Die Situation ist im höchsten Maße absurd. Ein Umweltminister und ein Wirtschaftsminister sind drauf und dran gemeinsam einen Wirtschaftssektor abzuschaffen, der nachhaltig umweltfreundliche Arbeitsplätze schafft. In voller Fahrt möchte man, aus kurzfristigen Überlegungen heraus, auf die Bremse treten und nimmt damit billigend in Kauf den Energiewendemotor zum Stillstand zu bringen. Das hätte verheerende Folgen. Denn nur mit einem Generationenvertrag wie dem EEG können die Energiekosten langfristig stabil gehalten werden. Bei der EEG-Umlage handelt es sich um keine Kostenspirale, sondern vielmehr um notwendige Investitionen.
Die Solarstromtechnik ist ein wichtiger Baustein der Energiewende. Diese dezentrale Technik ist bei den Bürgern breit akzeptiert. Eine hohe Nachfrage und sinkende Preise, Innovationen wie auch die Integration in die Netze, all das zeigt den hohen Wert dieser Technologie. Im Zusammenhang mit den dramatischen Kürzungen wirken die Aussagen von Minister Röttgen "Mit unserem Vorschlag zur Photovoltaik-Förderung wollen wir die Zubaumenge und die Kosten wirksam begrenzen. Gleichzeitig schaffen wir für die PV-Industrie stabile Rahmenbedingungen, damit sie sich auch in Zukunft auf dem Weltmarkt behaupten kann“ geradezu zynisch. Der Vorschlag von BMU und BMWi würde die Branche vernichten und zahlreichen kleinen wie großen Unternehmen – davon vielen Pionieren, die sich bereits seit mehr als zehn Jahren für die Energiewende einsetzen – die Geschäftsgrundlage vollständig entziehen. Dass dieser Plan hinter verschlossenen Türen verhandelt wurde und ganz kurzfristig umgesetzt werden soll, kennen wir von dieser Bundesregierung aus anderen Energiethemen ja leider bereits.
Was tun?
Jetzt kann nur die wirtschaftliche und ökologische Vernunft unserer Volksvertreter im Bundestag das Sterben dieser Technik in Deutschland verhindern. Lassen Sie uns gemeinsam die Abgeordneten überzeugen, dass der heute vorgeschlagene Weg ein Irrweg ist. Die DGS unterstützt aus diesem Grund auch die e-cards-Aktion des Bundesverbandes Solarwirtschaft. Noch besser ist es natürlich, wenn Sie sich direkt und persönlich an Ihren „Interessenvertreter“, den regionalen Abgeordneten im deutschen Bundestag wenden und Ihn um Unterstützung bitten. Zudem können Sie sich an einer Umfrage der Tagesschau beteiligen.
23.02.2012
Die Energiewende braucht mehr Solarstrom

Solarenergie bringt die Energiewende in Deutschland voran, leistet einen wichtigen Beitrag zur weltweiten Klimastabilisierung, fördert den Export von Hochtechnologie Made in Germany und sichert über 100.000 Arbeitsplätze.
Technischer Fortschritt und Massenfertigung machen es möglich: Kosten und Förderung neuer Solarstromanlagen wurden in den letzten drei Jahren halbiert.
Allein in diesem Jahr soll die Förderung nach gültigem Gesetz um weitere 28 Prozent sinken. Trotzdem diskutiert die Bundesregierung derzeit über zusätzliche drastische Kürzungen bis hin zu einer starren Deckelung der Förderung. Beides würde die Planung neuer Solarstrom-Anlagen weitgehend unmöglich machen, die Existenz der Branche gefährden und die Energiewende ausbremsen.
Schicken Sie deshalb noch heute eine E-Card an den Bundeswirtschafts- und den Bundesumweltminister sowie an Bundestagsabgeordnete und fordern Sie die Politik auf, den weiteren Ausbau der Solarenergie und die Energiewende nicht auszubremsen!
- E-Card an Mitglieder des Deutschen Bundestages
- E-Card an Bundesumweltminister Norbert Röttgen
- E-Card an Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler
23.01.2012
Vortrag in Zirndorf am Dienstag, 24. Januar
Energiewende mit den Bürgern
(FN) Ausstieg aus der Kernkraft, Energiewende und Klimaschutz — wie soll das umgesetzt werden? Damit befasst sich eine Veranstaltung der Grünen im Landkreis.
Die Grünen berufen sich auf den Präsidenten des Genossenschaftsverbandes Bayern, Stephan Götzl: „Ein ganz wichtiger Baustein bei der Gestaltung der Energiewende ist die Gestaltung nach genossenschaftlichen Prinzipien.“ Der Kreisverband Fürth-Land sieht das genauso und hat deshalb Vertreter der „VR Bürgersolar Fürth“ am Dienstag, 24. Januar, zu einem Vortrag nach Zirndorf (Gasthaus Bub, Fürther Straße 5, 19.30 Uhr) eingeladen.
Der Titel der Veranstaltung lautet „Erneuerbare Energien in Bürgerhand“. Dazu sind Matthias Hüttmann und Björn Hemmann eingeladen. Beide sind Fachingenieure und Vorstände der Genossenschaft, sie sprechen über die Ziele der genossenschaftlichen Bewegung, umweltfreundliche Energie zu erzeugen und gleichzeitig eine attraktive Rendite zu erzielen.
Der Vortrag vom Abend können Sie hier herunterladen (4 MB)
23.01.2012
Erwartungen übertroffen
Am 23. Januar 2012 erschien in den Fürther Nachrichten ein kurzer Text zu unserer Genossenschaft. Die Solar-Genossenschaft VR Bürgersolar Fürth eG hat es geschafft, ihre vierte Solaranlage noch rechtzeitig vor Jahresende und Ablauf der höheren Förderung ans Netz zu bringen. Die Photovoltaik-Module wurden auf das Dach der Hallemann-Schule der Lebenhilfe in Dambach montiert und am 22. Dezember in Betrieb genommen.
"Das Errichten dieser Anlage war eine echte Hängepartie. Seit den ersten Planungen im Frühjahr hat es bis zum Ende des Jahres gedauert, bis wir endlich in die konkrete Umsetzung einsteigen konnten", berichtet VR Bürgersolar-Vorstand Matthias Hüttmann. Möglicherweise könne die Anlage aber noch erweitert werden, es stehe diesbezüglich noch eine abschließende Statikbewertung für einen weiteren Dachbereich aus.
Mit dem vierten Projekt können sich noch einige wenige Solarinvestoren beteiligen. Die Konditionen haben sich gegenüber der dritten Anlage auf dem Dach des Katastrophenschutzzentrums auf dem alten Flugplatz Atzenhof nicht geändert. Allerdings müssen die Darlehensverträge, das betrifft alle vier Anlagen, rückwirkend angepasst werden.
Die beiden ersten Projekte in der Sonnenstraße und auf dem Dach des Stiftungsaltenheims haben im vergangenen Jahr alle Erwartungen übertroffen. Kalkuliert hatte Hüttmann nur mit Erträgen von 950 kWh. Doch die Anlage in der Sonnenstraße brachte es auf 1066 kWh, die auf dem Stiftungsaltenheim gar auf 1178 kWh. Allein aus diesen beiden Anlagen ergibt sich für die Genossenschaft ein solider Überschuss. Und auch die dritte Anlage liegt in ihren Erträgen oberhalb der Erwartungen. Die offizielle Abrechnung der infra fürth steht allerdings noch aus.
Die aktuellen Daten der dritten Anlage auf dem Katastrophenschutzzentrum in Atzenhof können mittlerweile online betrachtet werden. Unter der Rubrik Projekte gibt es auf der Homepage inzwischen ein Datenblatt zum Download.
12.01.2012
Projekt 4 am Netz / Beteiligung noch möglich
Gerade noch rechtzeitig, zum Ende des Jahres 2011, genauer gesagt am 21. Dezember, ging unser viertes Projekt ans Netz. Die Anlage wurde auf dem Dach der Clara-und-Dr.-Isaak- Hallemann-Schule errichtet. Die "Hallemann-Schule“ der Lebenshilfe Fürth ist eine staatlich genehmigte private Förderschule, die vorwiegend Schülerinnen und Schüler aus der Stadt und dem Landkreis Fürth aufnimmt. Die Schülerinnen und Schüler absolvieren ihre neunjährige Schulpflicht und ihre dreijährige Berufsschulpflicht.
Das Errichten dieser Anlage war leider eine echte Hängepartie. Seit den ersten Planungen im Frühjahr hat es bis zum Ende des Jahres gedauert, bis wir letztendlich in die konkrete Umsetzung einsteigen konnten. Möglicherweise kann die Anlage noch erweitert werden, es steht diesbezüglich noch eine abschließende Statikbewertung für einen einzelnen Dachbereich aus.
Beteiligung noch möglich
Für dieses Projekt suchen wir noch einige wenige Mitglieder. Die Konditionen haben sich im Übrigen im Vergleich zur Anlage 3 (BRK) nicht geändert. Die entsprechenden Formulare sowie entsprechende Muster finden Sie hier auf unserer Homepage.




